Statistik

 

NAME

JGV „Einigkeit“ Bergheim/Sieg 1869

 

ORT  

Troisdorf Bergheim , Sieg

 

MITGLIEDER 

Junggesellen 44

Männerei 63

Freunde & Gönner 6


Urzweck und Tradition des Vereins waren damals wie heute in erster Linie die Förderung der Geselligkeit und der Kameradschaft. Auch war man darauf bedacht, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln Schlägereien, Rohheiten und Unordnungen nach besten Kräften zu verhindern. Aus diesen Zielen entstanden wahrscheinlich auch die Namen der Vereine, wie "Einigkeit, Brüderlichkeit, Frohsinn, Eintracht" usw. Traditionen, die sich bis heute gehalten haben, sind die Maiehenversteigerungen, das Zacheies-Verurteilen und -beerdigen sowie das Hilich-Holen.

Das Junggesellenfest war damals kein Stiftungsfest im heutigen Sinne, sondern ein Dorffest. Es wurde lediglich der Kriegerverein als Dorfverein hierzu eingeladen. Erst nach der Jahrhundertwende ging der Verein dazu über, auch öffentlich anderer Orts Feste zu besuchen sowie auswärtige Vereine zu den Stiftungsfesten einzuladen.

Die Zeit seiner Blüte erlebte der Verein nach dem Weltkrieg 1914-18. In dieser Zeit war der Verein so groß, dass Sonntags drei bis vier Gruppen verschiedene auswärtige Feste besuchen konnten Gleichzeitig bildeten sich innerhalb des Vereins Interessengemeinschaften und zwar der Rauchclub "Blaue Wolke", die Theatergruppe "Siegperle" und nicht zuletzt ein eigenes Tambourcorps.

Aus der schönen Reihe der Fähnriche tat sich in den zwanziger Jahren Josef Schellberg als 1.Fähnrich ganz besonders hervor. Ihm gelang es neben zahlreichen anderen Erfolgen 1927 in Wahn die Rheinlandmeisterschaft zu gewinnen, welche unter 42 Fähnrichen ausgeschwenkt wurde.

Einen bedeutenden Platz im Vereinsleben nahm nach 1953 die Gaststätte Schütz ein, in die man 1953 wechselte und in der sich die Bergheimer Junggesellen sichtlich wohlgefühlt haben. War der Durst für manch einen etwas groß gewesen, und man erachtete in Folge dessen den Heimweg als zu beschwerlich, so wurde kurzerhand aus dem Vereinslokal eine Herberge. Den Junggesellen zum Leid, den Straßenplanern zur Freud fiel der "Deutzer Hof" im Spätsommer 1981 der Spitzhacke zum Opfer.

Im Jahre 1979 wurde die Männerreih innerhalb unseres Vereins gegründet. Seit dieser Zeit ist sie begleitender, mitlaufender aber nicht mitbestimmender Bestandteil des Junggesellenvereins.

Für die Zukunft hat sich der Verein die Erhaltung und Pflege der beschriebenen alten Bräuche als Aufgabe gestellt. Insbesondere findet seit 1999 auch wieder ein traditionelles Maifest statt, welches in den Jahren davor leider nicht mehr der Fall war. In diesem Zusammenhang ist der Verein auf die tatkräftige Unterstützung der Dorfjugend, des Dorfes und nicht zuletzt der Brudervereine angewiesen. Die Schwierigkeiten, die sich in der heutigen Zeit für Junggesellenvereine ergeben, haben sich nicht zuletzt schon in den 60er Jahren gezeigt, als sich die Brudervereine von Niederkassel-Rheidt und Mondorf aus Mangel an Interesse auflösten.

Wir sind jedoch sicher, dass der Junggesellenverein "Einigkeit" aus Bergheim an der Sieg bis weit in das nächste Jahrtausend fortbestehen wird.

1905

1920

1956

1959